CO-Vergiftung

Aus gegebenem Anlass hier noch einmal eine Information, wie mobile Klimageräte in Kombination mit Gasthermen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung auslösen können. Faktencheck:
🔴 viele mobile Klimageräte saugen Luft aus der Wohnung und befördern diese ins Freie
🔴 dabei kann ein Unterdruck entstehen und die Abgase einer Feuerstätte können nicht mehr durch den Rauchfang abziehen
🔴 Gasthermen erkennen diesen Umstand nicht – Kohlenmonoxid sammelt sich in der Wohnung – es besteht Lebensgefahr! ☠️
🔴 Kohlenmonoxid (CO) ist farblos und geruchs- sowie geschmacksneutral, im menschlichen Körper hemmt es den Sauerstofftransport im Blut >> Kohlenmonoxidvergiftung

Sie haben eine Gastherme UND ein mobiles Klimagerät? Fragen Sie unbedingt Ihren Rauchfangkehrer oder eine Fachfirma, bevor Sie das Klimagerät einschalten.

Daher:
➡️ bei allen Feuerstätten für ausreichend Frischluftzufuhr sorgen
➡️ Gasthermen regelmäßig warten lassen
➡️ vor der Inbetriebnahme der mobilen Klimaanlage beraten lassen (Rauchfangkehrer, Fachfirma)
➡️ CO-Melder in Wohnungen mit Feuerstätten aufstellen

🚒🚑 Für Einsatzkräfte gilt: Bei Einsatzstichworten wie „Unfall in Wohnung“ oder „Türöffnung“ sollte ein CO-Warner mitgeführt werden! Bei CO-Austritt müssen die betroffene sowie umliegende Wohnungen belüftet werden.

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Pferd im Bachbett eingeklemmt

Am Pfingstmontag, 10. Juni 2019 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gainfarn zu einer ungewöhnlichen Tierrettung gerufen: ein Pferd musste aus einem Bachbett befreit werden.

 

 

Das Tier war bei einem Ritt auf einem Güterweg, mit den Hinterhufen auf die Böschung zum angrenzenden Bach geraten, abgerutscht und so unglücklich in das Bachbett gestürzt, dass es aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen konnte.

Dem Einsatzleiter war bewusst, dass die Mittel der FF Gainfarn für dieses Szenario nicht ausreichen, daher musste fremde Hilfe angefordert werden. Vorrangig wurde ein Tierarzt benötigt, der den Umgang mit Pferden beherrscht. Über den Kontakt zu einem Mitglied der Nachbarfeuerwehr Großau konnte rasch eine Tierärztin verständigt werden, die zur Unfallstelle kam und dem Tier eine erste Injektion zur Beruhigung verabreichen konnte. Gemeinsam mit einem Helfer und einer parallel dazu verständigten, zweiten Tierärztin, wurde das Pferd in seiner Lage medizinisch stabilisiert und für die Rettungsaktion vorbereitet.

Über die Bezirksalarmzentrale Baden wurde die FF Weißenbach alarmiert, die einen Hebegurt für Großtierrettungen stationiert hat und für solche Arbeiten ausgebildet ist.

Nach Eintreffen der Weißenbacher Kameraden wurde die Vorgangsweise gemeinsam mit den Tierärztinnen besprochen, um das Tier möglichst schonend aus seiner Lage befreien zu können. Die große Herausforderung war, das Hebegeschirr im engen Bachbett unter den Körper des Tieres zu bekommen; mit der Muskelkraft vieler anwesender Feuerwehrmänner gelang es, das Gerät richtig zu platzieren. Danach wurde das Tier mit dem Kran vorsichtig über die Böschung in das angrenzende Feld gehoben. Nach einer Erholungszeit und weiterer tierärztlicher Betreuung konnte das Pferd schließlich alleine aufstehen.

Da nach Einschätzung der Tierärztin keine gravierenden Verletzungen aufgetreten sind, konnte das Pferd mit seinen Begleiterinnen zurück zum Stall gehen und der Einsatz der Feuerwehren nach etwa drei Stunden beendet werden.

Eingesetzt waren 19 Mann der FF Gainfarn mit RLF, TLF und KDOF,
sowie 8 Mann der FF Weißenbach mit SRF und Begleitfahrzeug.

 

Quelle: © Freiwillige Feuerwehr Gainfarn

Bericht/Foto’s AFKDO

Bericht/Foto’s FF Gainfarn