Finnentest 2025

Im November fand für die FF Weissenbach der Leistungstest für Atemschutzgeräteträger statt.

Diese Übungen sind auf verschiedene Stationen aufgeteilt welche innerhalb einer bestimmten Zeit und unter schwerem Atemschutz zu absolvieren sind, dabei handelt es sich um folgende Stationen:

100m gehen mit und ohne Kanister (2 Stk. je 16kg)

Treppen steigen (90 Stufen hinauf und hinunter)

LKW Reifen (47kg) 3m weit schlagen

Unterkriechen und übersteigen von Hindernissen

einfaches Rollen eines C-Druckschlauchs

Im Anschluss wurden die leeren Atemschutzflaschen vom Atemluftfahrzeug der FF Pottenstein gefüllt und die Geräte ordnungsgemäß versorgt.

Wir bedanken uns bei der  FF Pottenstein für das befüllen der Atemschutzflaschen.

Unterabschnittsübung in Furth

82 Feuerwehrkameraden aus dem oberen Triestingtal standen bei der gemeinsamen Übung im Sägewerk im Einsatz Am Freitag, dem 21. November 2025, um 18:00 Uhr, versammelten sich die Feuerwehren aus Furth, Weissenbach, Altenmarkt, Neuhaus, Hafnerberg-Nöstach, Fahrafeld, Pottenstein und Berndorf-Stadt zu einer groß angelegten Einsatzübung in Furth an der Triesting.

Übungsszenario: Großbrand im Sägewerk

Angenommen wurde ein Brand in einer Lagerhalle des örtlichen Sägewerks. Ziel der Übung war es, den fiktiven Brand zu bekämpfen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude ……

Bericht/Fotos: Markus Hackl, ASB ÖA

Bericht und Bilder Feuerwehr Furth a.d. Triesting

Übung – Menschenrettung nach Verkehrsunfall

Am Montagabend stand für die Freiwillige Feuerwehr Weissenbach eine Technische Übung auf dem Programm.

Die Übungsannahme war ein auf der Fahrzeugseite liegender PKW mit 2 eingeschlossenen Personen. Die verunfallten Personen konnten das Fahrzeug nicht ohne Hilfe verlassen.

Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter begann die Mannschaft mit der Sicherung und Stabilisierung des verunfallten Fahrzeugs, um ein gefahrenloses Arbeiten zu ermöglichen. Parallel dazu wurden die beiden eingeschlossenen Personen betreut, während die restliche Mannschaft die schonende Rettung vorbereitete.

Während der Arbeiten kam es zu einer entscheidenden Herausforderung: Das hydraulische Rettungsgerät verweigerte plötzlich den Dienst und fiel vollständig aus. Solche Situationen verdeutlichen eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige Übungen unter realitätsnahen Bedingungen sind, um auch auf unvorhersehbare Ereignisse vorbereitet zu sein. Die Mannschaft passte die Vorgehensweise an und stellte sicher, dass die Übung dennoch fortgesetzt und erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Laut Alarmplänen wären bei so einem Einsatzszenario (2 verunfallte Personen) grundsätzlich 2 Hydraulische Rettungssätze (Schere, Spreitzer) alarmiert.

Dadurch stehen zusätzliche hydraulische Rettungsgeräte sowie weitere Kräfte bereit, um einen eventuellen Ausfall sofort auszugleichen und die Menschenrettung ohne zeitliche Verzögerung fortzuführen.

Die Übung konnte wertvolle Erkenntnisse im Bereich Menschenrettung, taktischer Entscheidungsfindung und Teamarbeit vermitteln.


Ein besonderer Dank gilt den Übungsbeobachtern sowie den Übungsdarstellern, die durch ihre Unterstützung und Mitarbeit wesentlich zum Erfolg und zur realistischen Umsetzung des Szenarios beigetragen haben.

Brand eines Müllbehälters – Übergreifen auf Gebäude verhindert

Am Sonntagabend, dem 16. November, wurde die Feuerwehr Weissenbach gemeinsam mit der Feuerwehr Neuhaus um 19:20 Uhr zu einem Brand im Freien (B2) in die Hauptstraße in Weissenbach an der Triesting alarmiert. Laut erster Meldung stand ein Müllbehälter in Brand, wobei bereits ein Übergreifen auf das Wohngebäude befürchtet wurde.

Beim Eintreffen der Feuerwehren hatten die Hausbewohner bereits mit einem Gartenschlauch erste Löschmaßnahmen gesetzt und den Brand weitgehend unter Kontrolle gebracht. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, nahm ein Trupp unter Atemschutz ein Rohr zur Brandbekämpfung vor und führte die endgültige Ablöschung durch.

Anschließend wurde das Dachgeschoss mit zwei Atemschutztrupps kontrolliert, um mögliche Glutnester aufzuspüren. Von außen entfernte die Mannschaft mehrere Dachziegel, um den Bereich auch von außen überprüfen zu können.

Sowohl das Nebengebäude als auch das Wohnhaus wurden danach mithilfe eines Überdruckbelüfters vom Brandrauch befreit.

Nach rund einer Stunde konnten beide Feuerwehren wieder einrücken und die Einsatzbereitschaft herstellen.

Eingesetzte Kräfte:

FF Weissenbach

FF Neuhaus

Polizei (zur Brandursachenermittlung)

Glücklicherweise konnte durch das rasche Eingreifen der Bewohner und der Feuerwehren ein größerer Schaden am Wohnhaus verhindert werden.

Schadstoffeinsatz in Weissenbach/Triesting – Zähflüssiges Medium aus Regenwasserkanal ausgetreten

Am Freitagabend, dem 14. November 2025, wurde die Feuerwehr Weissenbach/Triesting um 18:14 Uhr zu einem Schadstoffeinsatz alarmiert. Ein Spaziergänger hatte in einer Siedlung eine weißliche, zähflüssige und klebrige Substanz entdeckt, die aus einem Regenwasserkanal austrat und über einen Hang in Richtung Fahrbahn floss. Die Polizei war bereits vor Ort und nahm erste Erhebungen vor.

Erster Einsatzabschnitt

Nach der telefonischen Verständigung der Bezirksschadstoffberater der Feuerwehr um 18:40 Uhr an der Einsatzstelle ein. Eine erste Lagebeurteilung ergab, dass das Medium aus dem Kanalauslauf austrat und sich entlang eines laubbedeckten Hanges ausbreitete. Ein eindeutiger Geruch war nicht wahrnehmbar. Unterhalb des Hangs befindet sich die Quellfassung für nahegelegene Fischteiche, weshalb besonderes Augenmerk auf den Gewässerschutz gelegt wurde.

Gemeinsam mit Einsatzleiter OBI Neumüller wurde entschieden, den Kanalauslauf abzudichten, um den weiteren Austritt zu stoppen. Parallel dazu erfolgte eine gemeinsame Erkundung mit der Polizei zur möglichen Ursache.

Ermittlungen zur Herkunft des Stoffes

Gegen 19:00 Uhr ergab eine Kontrolle des Regenwasserkanals, dass die Eintrittsstelle im Bereich „Siedlung am Brand“ liegen musste. Befragungen vor Ort führten zum Verdacht, dass ein Bewohner einen Palettentank ausgewaschen hatte. Dieser Tank stammte von einer Kläranlage und war laut Angaben nicht vollständig entleert. Darin befanden sich vermutlich Reste eines Polymers zur Schlammentwässerung. Der betreffende Tank konnte vom Verursacher jedoch nicht vorgezeigt werden.

Durch weitere Befragungen wurde eine Kontaktmöglichkeit zur Kläranlage hergestellt. In Zusammenarbeit mit der Polizei wurde ein diensthabender Klärwärter verständigt, um den Stoff identifizieren zu können.

Identifizierung des Mediums

Um 19:15 Uhr übermittelte die Polizei Fotos eines ähnlichen Palettentanks. Somit war klarer womit wir es zu tun haben, ein in Kläranlagen eingesetztes Flockungsmittel. Ein Sicherheitsdatenblatt lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

Über Recherchen und telefonische Rücksprachen mit einem Außendienstmitarbeiter der Fachhandelsfirma bestätigte sich, dass es sich um ein Flockungsmittel handelt, welches laut Auskunft keine sauerstoffzehrende Wirkung hat. Um 19:50 Uhr wurde das Sicherheitsdatenblatt zugesendet. Das Produkt ist gemäß CLP-Verordnung nicht eingestuft, jedoch schwach wassergefährdend und darf nicht in die Kanalisation oder in Oberflächengewässer gelangen.

Zwischenzeitig meldete sich auch der Betriebsleiter der Kläranlage und brachte ein weiteres ähnliches Produkt ins Spiel, welches dieselben Eigenschaften aufweist.

Behördliche Maßnahmen

Die technische Gewässeraufsicht der BH Baden traf um 20:30 Uhr an der Einsatzstelle ein. Nach Durchsicht des bisherigen Einsatzverlaufs ordnete Gewässeraufsicht an:

  • den Regenwasserkanal durch eine Fachfirma auspumpen und spülen zu lassen
  • das bereits ausgetretene Medium, kontaminiertes Laub sowie die oberste Erdschicht durch die Feuerwehr manuell zu entfernen

Ein Saugwagen wurde über die Kläranlage organisiert und traf gegen 22:05 Uhr ein.

Abarbeitung und Abschluss

Die Feuerwehr Weissenbach begann um 20:50 Uhr mit dem händischen Entfernen des Materials am Hang. Die Bezirksschadstoffberatung rückte um 21:05 Uhr ab. Die Reinigungsarbeiten dauerten bis kurz nach Mitternacht.

Um 24:00 Uhr war der Einsatz beendet, anschließend folgte die Reinigung der Einsatzgeräte im Feuerwehrhaus.

Eingesetzte Kräfte:

  • FF Weissenbach/Tr. mit 14 Mann, 1x HLF2, 1x HLF1, 1x MTF
  • Bezirksschadstoffberatungsdienst mit 1 Mann
  • Polizeiinspektion Weissenbach mit 1 Mann (UKO)
  • Polizeiinspektion Bad Vöslau mit 1x Streife
  • Gemeinde Weissenbach mit Bürgermeister und Vizebürgermeister
  • Gemeindetraktor mit Kiste zum Abtransport von kontaminiertem Material

Kanalreinigung / Saugwagen